Golog Jigme kommt nach München

Vortrag und Diskussion mit Golog Jigme

Am 29.November um 19:30 Uhr laden die Regionalgruppe München und der Verein der Tibeter e.V. Regionalgruppe München zum Vortragsabend ins EineWeltHaus, Schwanthalerstraße 80, München

Tibetischer Menschenrechtsaktivist und ehemaliger politischer Gefangener Golog Jigme, auch bekannt als Jigme Gyatso, ist ein tibetischer Mönch und Menschenrechtsaktivist, der für seine Mitwirkung an dem Dokumentarfilm "Leaving Fear Behind" inhaftiert und gefoltert wurde.

Zusammen mit dem Regisseur des Films, Dhondup Wangchen, der ebenfalls inhaftiert wurde, hatte Golog Jigme im Zuge der Olympischen Spiele von 2008 in Beijing mit dem Film die Stimmung in Tibet dokumentiert. Golog Jigme wurde dafür am 23. März 2008 zum ersten Mal festgenommen und nach zwei Monaten, in denen er immer wieder gefoltert wurde, entlassen.

Doch schon im April 2009 wurde er erneut ohne Angabe von Gründen inhaftiert, kurz darauf nach drei Monaten wieder freigelassen. Die ständige Beobachtung und Verfolgung durch die staatlichen Behörden ging auch danach weiter. Zuletzt hielten sie ihn im September 2012 für eine Woche fest.

Danach gelang Golog Jigme die Flucht aus Tibet. Er ist aktuell der wichtigste Zeuge der chinesischen Unterdrückungspolitik in Tibet. Fast keinem politischen Gefangenen gelingt die Flucht aus Tibet.

Golog Jigme selbst ist es ein großes Anliegen, stellvertretend für die vielen politischen Gefangenen zu sprechen und auf das Unrecht in seinem Land aufmerksam zu machen. Er wird an dem Vortragsabend seinen Film zeigen und seine Geschichte erzählen. „Meine größte Hoffnung ist, dass der Tag kommen wird, an dem ich sicher nach Tibet zurückkehren kann. Bis dahin will ich eine Stimme für die Tibeter in Tibet sein und ihre Hoffnungen, Wünsche und Probleme auf die Weltbühne bringen und sicherstellen, dass Regierungen, NGOs und der einzelne Bürger dies zur Kenntnis nehmen."

Weltweit größtem Lehrinstitut für den tibetischen Buddhismus droht umfassender Abriss

Zerstörung von Larung Gar stoppen!

Es ist ein Schock und eine Katastrophe für den Buddhismus und die tibetische Kultur. Die chinesische Regierung hat mit dem sogenannten "8-Punkte-Plan" die schrittweise Zerstörung der weltweit größten buddhistischen Institution Larung Gar im osttibetischen Serthar in Kardze eingeleitet. Der Plan sieht vor, die Zahl der Unterkünfte für Mönche und Nonnen schrittweise auf 5.000 Plätze zu reduzieren. Momentan leben dort dauerhaft mindestens 10.000 Buddhisten. Mehr als die Hälfte von ihnen wäre zum Verlassen von Larung Gar gezwungen, sollten die Zerstörungen nicht noch in letzter Minute gestoppt werden.

Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung! Bitte beteiligen Sie sich an unserer Online-Eilaktion an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Fordern Sie gemeinsam mit uns die Bundesregierung auf, die chinesische Regierung dazu zu bewegen,

  • die Zerstörung von Larung Gar zu stoppen und
  • das Recht auf freie Religionsausübung zu gewährleisten

Hier geht es direkt zur Online-Petition

Quelle: http://muenchen.tibet-initiative.de/ueber_uns/die_regionalgruppe_muenchen/